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Grüne Infrastruktur für Städte

In Großbritannien wird schon länger darüber diskutiert, in „Kontinentaleuropa“ ist das Thema erst im Kommen: die „grüne Infrastruktur“. Bei der „1st European Urban Green Infrastructure Conference“ im November in Wien wurde dieses neue Fachgebiet, seine Bedeutung und seine Möglichkeiten analysiert. Weatherpark war dabei und fasst für Sie die wichtigsten Punkte zusammen:

Gruene_Infrastruktur_WeatherparkDas Grün in der Stadt erhält über seine Funktion als Erholungsraum hinaus eine aktive Rolle bei der Erhöhung der Lebensqualität für die Bewohner. Die grüne Infrastruktur umfasst klassische Grünflächen wie Parks und Gärten, aber auch begrünte Dächer und Fassaden sowie Straßenbäume, begrünte Straßenbahngleise, grüne Innenhöfe und im erweiterten Sinn auch Flüsse, Teiche und Seen. Diese grünen Infrastrukturelemente haben umfassende „Funktionen“: sie kühlen die Stadt an heißen Tagen, sie dienen als Wasserrückhaltesystem bei Unwettern, sie erhöhen die städtische Biodiversität, sie reinigen die Luft und das Wasser und sie fördern die menschliche Gesundheit und Zufriedenheit.

Am besten wirken Grünräume, wenn sie miteinander verbunden sind. So entstehen Grünkorridore, die alle oben genannten Vorteile voll entfalten können. Diese ermöglichen nicht nur Tieren und Pflanzen eine leichtere Besiedelung der Stadt, sondern auch den Menschen eine angenehmere und gesündere Fortbewegung während einer Hitzewelle.

Organisationen wie die 1997 in Wien gegründete „European Federation for Green Roofs and Walls“ haben sich zum Ziel gesetzt, mehr grüne Infrastruktur in die Städte zu bringen. Entscheidend ist dabei, dass diese von den Städten nicht nur gewünscht, sondern als explizites Planungsziel definiert wird. Nur so wird das Grün bei städtebaulichen Planungsprozessen von Beginn an mitgedacht. Wien ist diesbezüglich eine Musterstadt. Der Stadtentwicklungsplan STEP 2025 enthält ein eigenes ausführliches Fachkonzept Grün- und Freiraum. In diesem werden Ziele für mehr Grün in Wien definiert; zum Beispiel, dass jeder Wiener in 250 Metern den nächstgelegenen Grünraum erreichen soll.