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Stadtklima

Um ein angenehmes Mikroklima und damit die Lebensqualität in den Städten zu erhalten, ist Klimawandelanpassung notwendig. Dazu zählt der Erhalt von Frischluftschneisen. Denn die Zufuhr von frischer – meist kühler – Luft vermindert die durch den Klimawandel bedingte Erwärmung. Neue Stadtteile oder Gebäude können diese Luftschneisen blockieren. Um dies zu vermeiden, analysiert Weatherpark die spezifische geografische Situation und das Stadtklima, sodass der Einfluss künftiger Bauwerke berechnet und simuliert werden kann.

Enge Zusammenarbeit mit den Städten

Bei der Planung neuer Stadtteile lohnt sich die Beratung von Weatherpark, um ein optimales Mikroklima zu bekommen.

Weatherpark arbeitet dafür eng mit Städten bzw. Stadtplanungsabteilungen zusammen, um diese bei der Stadtentwicklung meteorologisch zu beraten. Dabei verwendet jede Kommune – zum Teil für unterschiedlich große Gebiete – andere Begriffe: Mikroklima, Lokalklima, Kleinklima, Bioklima etc. Weatherpark erstellt Studien von einzelnen Gebäuden bis zu ganzen Städten.

Humankomfort und Windkomfort

Die Erhaltung der sogenannten Frischluftschneisen, über die frische Luft vom Umland in eine Stadt gelangen kann, ist eine wichtige Klimawandelanpassungsmaßnahme. Zusätzlich sollten Städte auf hohen Humankomfort und Windkomfort achten, da diese die Lebensqualität in dicht verbauten Gebieten steigern. Der Humankomfort ist hoch, wenn man sich auch an heißen Tagen im Freien aufhalten kann. Dies kann zum Beispiel durch eine ausreichende und passende Begrünung der Freiflächen, durch Wasserflächen und Springbrunnen sowie durch flexible Beschattungssysteme erreicht werden. Weiters sind die Windverhältnisse für eine angenehme Aufenthaltsqualität im Freien wichtig. Nur wenn der Wind nicht zu stark weht, benutzen die Menschen Parks, Spielplätze, Gastgärten und ihre eigenen Balkone.

Warum Klimawandelanpassung notwendig ist

Immer wieder kommt die Diskussion auf, ob es den Klimawandel überhaupt gibt. Annemarie Lexer (ZAMG) und Heimo Truhetz (Wegener Center für Klima und globalen Wandel) haben die Klimadaten der letzten 50 Jahren untersucht. Die beiden Wissenschaftler haben den Zeitraum 1986 bis 2010 mit der Periode 1961 bis 1985 verglichen – das sind jeweils 25 Jahre. Und das Ergebnis beweist, dass sich das Klima in Österreich bereits verändert hat. Die Mitteltemperatur ist im Sommer um 1,3°C und im Herbst um 0,4°C angestiegen.

© Rosel Eckstein / Pixelio

© Rosel Eckstein / Pixelio

Am deutlichsten zeigt sich der Klimawandel bei der Zunahme der Hitzeperioden. Gab es in der ersten Periode (1961-1985) im Schnitt gut zwei Tage pro Jahr mit über 30°C,  so waren es in den letzten 25 Jahren schon 4 Tage. Simon Tschannett, Meteorologe und Geschäftsführer von Weatherpark, erklärt die Zahlen: „Das klingt nach wenig. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass dieser Wert ein Durchschnitt über ganz Österreich ist. In den bergigen Regionen – die flächenmäßig den Großteil Österreichs ausmachen – steigt die Temperatur fast nie über 30°C. In den östlichen, flacheren Teilen dagegen gibt es in manchen Jahren bereits mehr als 20 Hitzetage.“ Es existieren also sehr deutliche regionale und saisonale Unterschiede. „Es lässt sich eindeutig sagen, dass die Änderung signifikant ist. Und es handelt sich dabei nicht um Modell-Berechnungen, sondern um gemessene Werte der letzten 50 Jahre! Der Klimawandel ist also in vollem Gange,“ fasst Simon Tschannett die Analyse zusammen.