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Was Meteorologen und Landschaftsplaner gemeinsam haben

Diese Frage konnte von Matthias Ratheiser bei der Fortbildungsveranstaltung der ÖGLA (Öst. Ges. für Landschaftsplanung) schnell beantwortet werden: Beide arbeiten mit Bäumen! Bei den Landschaftsplanern werden diese in Grünraum-Konzepte eingearbeitet, bei den Meteorologen dienen Bäume als Maßnahmen gegen Wind und als Schattenspender. Über diese klima-relevanten Eigenschaften hielt der Geschäftsführer von Weatherpark im Rahmen der Seminarreihe „Baum“ einen Vortrag zum Thema „Bäume als Windschutzmaßnahme – Windkomfort in der Stadt“.

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© Pixelio / Elsa Rieger

Bäume nutzen einer Stadt in vielfacher Weise: Sie filtern Staub und Abgase, setzen Sauerstoff frei, dämmen Lärm etc. Zusätzlich vermindern sie Überhitzung und sie steigern den Windkomfort – wenn die Bäume richtig ausgesucht und positioniert werden. So einfach, wie es aufs Erste klingt, ist es nämlich nicht. Es gibt eine Reihe von Kriterien, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen: Größe und Dichte der Krone sowie der Abstand der Krone vom Boden sind entscheidend, ob ein Baum wirklich ein Windschutz ist. Oft sind zusätzlich weitere Pflanzen mit unterschiedlichen Höhen, wie zum Beispiel Büsche, notwendig. Ein Baum alleine ist meistens nicht ausreichend. Matthias Ratheiser erklärte deshalb, „dass Weatherpark in einem Computermodell genau berechnet, woher der Wind in welcher Stärke kommt. Abhängig von diesen Ergebnissen empfehlen wir eine entsprechende Bepflanzung – inklusive Größe, Wuchs, Anzahl und Positionierung der Bäume. Denn jede Immobilie, die Umgebung, die Ausrichtung etc. sind unterschiedlich.“ Wobei die genaue Art und Sorte der Pflanzen von Weatherpark nicht ausgesucht werden. „Dabei bauen wir auf das Fachwissen der Landschaftsplaner und der Gärtner,“ schlägt Matthias Ratheiser die Brücke zu den Teilnehmern.

Bei der Auswahl des Baumes spielen noch weitere Faktoren wie Boden, Pflege und Standort eine Rolle: Nicht jeder Baum hält Hitze und Wind stand. Manche brauchen viel Feuchtigkeit, andere sind auf Immissionen und Salz empfindlich.

Und für den Windkomfort ist auch das Alter wichtig. Je älter der Baum, umso größer und dichter ist dieser in der Regel. Dies bedeutet für neue Immobilienprojekte, dass für die windschützende Funktion eher größere Bäume gepflanzt werden müssen. Junge Bäume mit kleiner Krone brauchen Jahre um vor Wind schützen zu können.

Die Landschaftsplaner waren sehr an den klima-relevanten Eigenschaften der Bäume interessiert. Mit dem Vortrag hat Matthias Ratheiser den Samen für gemeinsame Projekte gelegt!